Silence Is Violence / Prison of Silence
Warum diese beiden Songs zusammengehören
Ich hatte nicht geplant, zwei Protest-Songs direkt hintereinander zu veröffentlichen.
Einer wäre genug gewesen — emotional, künstlerisch, mental.
Aber manche Momente lassen keine Distanz zu.
Prison of Silence und Silence Is Violence sind kurz nacheinander entstanden, weil sie aus derselben Quelle kommen: Menschen leiden zu sehen, zu sehen, dass die Welt davon weiß — und zu sehen, wie viele mächtige Stimmen sich dennoch für Schweigen entscheiden.
Prison of Silence — wenn eine ganze Nation eingesperrt ist
Prison of Silence ist im Iran verwurzelt.
Der Song handelt von Menschen, die zum Schweigen gebracht, bestraft, eingesperrt und getötet werden, weil sie Würde und grundlegende Rechte einfordern. Von Frauen, Männern und Kindern, die nicht nur durch Gewalt, sondern auch durch Gleichgültigkeit eingesperrt sind.
Der Song spricht von:
-
Millionen Leben, reduziert auf Schlagzeilen
-
Stimmen, die hinter Mauern und Angst verschwinden
-
einer Welt, die „zuschaut“, aber nicht handelt
Das Schweigen rund um den Iran ist nicht leer.
Es ist schwer.
Es lastet auf denen, die ohnehin gefangen sind.
Deshalb sind die Bilder und Worte in Prison of Silence zurückhaltend und menschlich. Dieser Song ist kein Spektakel. Er handelt von Würde — und davon, was passiert, wenn Würde verweigert wird, während andere wegsehen.
Silence Is Violence — wenn Schweigen zur Entscheidung wird
Silence Is Violence ist lauter, schneller, wütender.
Der Song entstand aus Frustration — nicht nur über Regierungen und Institutionen, sondern auch über öffentliche Figuren, Prominente und Influencer mit enormer Reichweite, die sich entscheiden, sie nicht zu nutzen.
Dieser Song existiert, weil Schweigen oft als Neutralität, Vorsicht oder Strategie dargestellt wird. Doch Schweigen hat Konsequenzen. Schweigen verzögert. Schweigen schützt Macht.
Deshalb arbeitet Silence Is Violence mit Wiederholung, mehreren Sprachen und Dringlichkeit. Der Song erklärt nicht — er besteht darauf. Er bittet nicht — er fordert.
Zwei Songs, eine Wahrheit
Auch wenn der eine Song im Iran verwurzelt ist und der andere global spricht, sind sie untrennbar miteinander verbunden.
-
Prison of Silence zeigt, was Schweigen Menschen antut
-
Silence Is Violence konfrontiert jene, die still bleiben
Es geht nicht um Perfektion — es geht um Verantwortung
Eine Stimme zu nutzen — unperfekt, emotional, offen — ist nicht heroisch.
Es ist das Minimum.
Jetzt
Beide Songs enden dort, wo sie begonnen haben: bei Dringlichkeit.
Nicht morgen.
Nicht nächste Woche.
Nicht nach dem nächsten Statement, der nächsten Verzögerung, der nächsten Ablenkung.
Jetzt.
Denn Geschichte erinnert sich nicht nur daran, was getan wurde —
sondern auch daran, wer geschwiegen hat.


No comments:
Post a Comment