Wer hätte gedacht, dass ein schlafloser, leicht schwindeliger Morgen an einem windigen Tag in Hurghada zur Inspiration für nicht nur einen – sondern gleich zwei Songs auf meinem Album „Echoes of the Nile – Modern Egypt Lights“ werden würde?
Ganz sicher nicht ich.
Eigentlich wäre ich fast gar nicht mitgegangen.
Pünktlich um 6:00 Uhr morgens wurden wir von unserem Hotel abgeholt. Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir das Rote Meer - windig, hell und schon jetzt viel zu abenteuerlich für meinen Geschmack.
Und da war es: unser Boot. Und eine Crew, die uns mit warmen Lächeln begrüßte, die um diese Uhrzeit fast schon ein bisschen verdächtig wirkte.
Wir saßen auf dem windigen Deck, während Adam den Tagesablauf erklärte. Währenddessen lief mein innerer Monolog auf Hochtouren:
„Was mache ich hier? So endet das also. Ich werde diesen Bootsausflug nicht überleben.“
Kalt. Windig. Wackelig. Dramatisch.
Zum Glück kam Adam zur Rettung - nicht nur mit seiner ruhigen Art und seinem wunderschönen Lächeln, sondern auch mit Tabletten gegen Übelkeit. Ich habe gleich zwei genommen.
Überlebensmodus: aktiviert.
Die zweistündige Fahrt hinaus ins Rote Meer fühlte sich anfangs endlos an. Wellen, Wind und mein Leben, das gefühlt an mir vorbeizog. Meine arme Mama ging es auch nicht gut—sie kämpfte schon seit Tagen mit einer starken Erkältung.
Doch langsam veränderte sich etwas.
Die Sonne wurde wärmer, das Meer ruhiger und die Aussicht… atemberaubend. Was als reiner Überlebenskampf begann, wurde plötzlich fast schon friedlich.
Ich bin nicht schnorcheln gegangen - das Wasser war meiner Haut etwas zu „ambitioniert“ - aber schon das Beobachten vom Boot aus war magisch. Es war unser erstes Mal im Roten Meer, unser erster Schnorchel-Ausflug… und dann passierte es:
Delfine.
Echte Delfine. Nicht im Fernsehen. Nicht in einer Doku. Sondern direkt vor uns, nur wenige Meter entfernt.
Es war einer dieser seltenen, stillen Momente, in denen einfach alles zusammenpasst.
Reine Magie.
Und obwohl ich trocken blieb, konnte ich mir nur vorstellen, wie emotional es sein muss, direkt neben ihnen zu schwimmen. Dieser Moment ist bei mir geblieben -und hat später seinen Weg in meinen Song „Red Sea Dolphins“ gefunden.
Aber genauso beeindruckt wie die Delfine haben mich die Menschen.
Die Professionalität der Crew - und ehrlich gesagt von allen, die wir in Ägypten getroffen haben - war unglaublich. Vom Hotelpersonal über Fahrer und Guides bis hin zu dieser Bootscrew… alles war so gut organisiert, so durchdacht, so bewusst gemacht. Man hat einfach gespürt, dass es ihnen wirklich wichtig ist.
Und hier ist die Wahrheit: Sie arbeiten unglaublich hart. Viel härter als die meisten Menschen in Europa - und oft für nur einen Bruchteil des Gehalts.
Sie machen das nicht für das Geld.
Sie machen es, weil sie stolz darauf sind, Menschen ein unvergessliches Erlebnis zu schenken.
Das ist Gastfreundschaft. Die echte.
Die Crew von Delfinausflug.de war großartig - besonders für deutschsprachige Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Selbst Anfänger im Schnorcheln fühlten sich sicher und gut betreut.
Jeder hatte seine Aufgabe: einer machte Fotos, ein anderer filmte unter Wasser, jemand kümmerte sich um das kleine Transferboot, der Kapitän steuerte uns durch die Wellen - und dann war da noch der Koch.
Ganz ehrlich: Einer Person dabei zuzusehen, wie sie in einer winzigen Küche Frühstück und Mittagessen für fast 25 Gäste zubereitet?
Das war schon fast eine eigene Show.
Es gab den ganzen Tag Tee, Kaffee und Getränke, und irgendwie haben sie es mitten auf dem Meer geschafft, dass sich alles… gemütlich anfühlt. Fast wie zu Hause.
Wenn du jemals in Hurghada bist und davon träumst, Delfine zu sehen, kann ich Mo’s Team von Delfinausflug.de wirklich empfehlen.
Du bist von Anfang bis Ende in guten Händen.
Und wer weiß…
Vielleicht inspiriert dich deine Reise ja auch zu etwas Unvergesslichem.
Für mich wurde daraus nicht nur eine Erinnerung - sondern Musik.
Dieser Ausflug wurde später zur Inspiration für gleich zwei Songs auf meinem Album. Und ganz ehrlich: Ich finde, „Where Is My Ring?“ ist der perfekte Soundtrack für einen Heiratsantrag im Roten Meer.
Stell dir vor: Delfine in der Nähe, die Sonne geht unter, die Wellen bewegen sich sanft… und dann drückt dein Partner auf Play.
Ja. Ich sage ganz klar: Mach es. 😄
Wenn du also eine Reise planst - warum nicht unvergesslich machen?
Buche das Abenteuer. Bring den Ring mit. Und vergiss den Song nicht.
Und falls du dich fragst, ob meine Lyrics erfunden sind oder von echten Erlebnissen und Gesprächen inspiriert wurden…
Dann sage ich dir: Jedes einzelne Wort in diesem Song ist wahr.
Und ja - ich warte immer noch auf meinen Ring von Adam. 😄
Fun Fact & Song Lyrics:
Im Vergleich dazu kostet ein Kamel (das traditionell in einigen arabischen Ländern als Teil einer Mitgift galt) nur etwa 500 bis 5.000 Dollar – je nach Alter und Rasse.
Das bedeutet: Ein Delfin ist etwa 10- bis 50-mal wertvoller als ein Kamel. Also… auch wenn kein Ring gefunden wird (wobei ich selbstverständlich darauf bestehen würde): 12 Delfine sind vielleicht noch ein akzeptables Angebot. 😄

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